Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
www.mitgliederservice.at

PRO-GE zu Hartinger-Klein: Zwangsarbeit ist in Österreich verboten

Vorstoß der Sozialministerin klar menschenverachtend

Sozialministerin Hartinger-Klein will laut Medienberichten eine Arbeitspflicht für Asylberechtigte einführen und sie als ErntehelferInnen in der Landwirtschaft einsetzen. „Böswilliger geht es kaum mehr. Eine bestimmte Gruppe von Menschen zur Zwangsarbeit zu verpflichten, um einen Arbeitskräftemangel zu bekämpfen, ist klar menschenverachtend und erinnert stark an die NS-Zeit. Dieser Vorstoß von Hartinger-Klein ist ein neuer politischer Tiefpunkt“, kritisiert Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, und fordert den sofortigen Rücktritt der Sozialministerin.  

Die PRO-GE unterstützt seit einigen Jahren ErntehelferInnen mit der Sezonieri-Kampagne. Die Erfahrungen zeigen, dass es oftmals gravierende Missstände bei den Arbeitsbedingungen gibt. Die Löhne sind niedrig, Überstunden werden nicht bezahlt und die Unterbringung ist häufig fragwürdig. Es ist daher aus Sicht der Gewerkschaft mehr als verständlich, dass in diesem Bereich Arbeitskräfte fehlen.

Aber anstatt sich für Verbesserungen und höhere Löhne einzusetzen, will Hartinger-Klein in Österreich in diesem Bereich Zwangsarbeit einführen. „Das ist ein weiterer ungeheuerlicher Fehltritt von Hartinger-Klein. Ob es um die Einführung der 60-Stunden-Woche geht, das Ausbluten der AUVA, die Zerstörung der Gebietskrankenkassen, die Streichung des freien Karfreitags und noch vieles mehr – alles, was diese Ministerin macht, führt zu Verschlechterungen in diesem Land. Diese unsoziale Politik von Hartinger-Klein ist bestürzend und klar arbeitnehmerfeindlich. Frau Sozialministerin, treten Sie zurück“, fordert Wimmer.

Artikel weiterempfehlen