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younion: Rettet das Internet!

Kann das Internet gerettet werden, indem man die Kunstschaffenden nicht bezahlt?

Musik ist eine Hauptattraktion im Internet. Mit vorgeschalteter Werbung erwirtschaften die großen Plattformen Milliarden. Für die Urheber bleiben Krümel übrig, und die Interpreten gehen leer aus.

Die für Kunst und Medien zuständige younion _ Die Daseinsgewerkschaft vertritt die Interessen der Kunstschaffenden seit Jahrzehnten erfolgreich. Vor fünfzig Jahren gründete die damalige Gewerkschaft Kunst, Medien, freie Berufe die Verwertungsgesellschaft für Leistungsschutzrechte. Seither erhalten Interpreten einen fairen Anteil an den Einnahmen der Rundfunksender, die mit Musikaufnahmen ihr Programm bestreiten. „Dieses Recht aus der analogen Welt muss auch im digitalen Bereich gelten“, fordert Peter Paul Skrepek von der Sektion Musik in der younion.

Die großen Onlineplattformen lehnen es jedoch bis heute ab, den Kunstschaffenden eine faire Beteiligung für die Nutzung ihrer Werke zu bezahlen. Sie lehnen es ab, die notwendigen Rechte zu erwerben. Dafür malen sie den Teufel der Zensur an die Wand, die - angeblich - von der EU-Copyright Directive vorgeschrieben werden soll.

„Ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver“, kommentiert Thomas Dürrer, leitender Sekretär in der younion. „Die Bosse wollen nicht zahlen. Aber die 500.000 Interpreten Europas arbeiten nicht länger gratis“, verweist Dürrer auf die Plattform 'Fair Internet´.

Faktum ist: Der in den nächsten Tagen vom EU-Parlament abzustimmende, finale Kompromissvorschlag stärkt die Position der Nutzer! Vorgesehen sind: ein Beschwerdemanagement gegenüber Onlineplattformen, Ausnahmen für Start ups, kleinere Plattformen und für Internetauftritte von selbständigen Kunstschaffenden.

Frei bleibt die Verwendung von geschützten Inhalten für z. B. Parodien und Zitate, ebenso wie das Recht auf freie Meinungsäußerung gewahrt wird. Auch wenn Google & Co. das Gegenteil behaupten: Die vorliegende Richtlinie gewährleistet die Entwicklung der kulturellen Vielfalt im Internet; und sie bietet den Kunstschaffenden faire Beteiligung.

Wir sind gegen Zensur, gegen Kriminalisierung der Nutzer und gegen die Ausbeutung der Kunstschaffenden im Netz – deswegen sind wir für die Urheberrechts-Richtlinie!

 

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