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Anpassung von Urlaubsanspruch für Tourismus-Beschäftigte in Kurzarbeit undenkbar

vida-Tusch: „Solche Vorschläge sorgen nicht für mehr Attraktivität der Branche“

„Die Aussagen, die von Ex-Branchenvertreterin Petra Nocker-Schwarzenbacher hinsichtlich des Urlaubsanspruchs für Tourismus-Beschäftigte in Kurzarbeit getätigt wurden, entsetzen mich“, sagt Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus der Gewerkschaft vida. Hintergrund des Entsetzens ist ein Artikel in den Salzburger Nachrichten, in dem die Ex-Branchenvertreterin eine Anpassung des Urlaubsanspruchs an das Ausmaß der Kurzarbeit begrüßt - wenn null Prozent gearbeitet wird, dann solle man darüber nachdenken anzupassen, wird sie zitiert.

„Es ist für mich wirklich völlig unverständlich, wie solche Vorschläge zur Erhöhung der Attraktivität der Arbeitsplätze im Tourismus beitragen sollen, abgesehen davon dass es aus gewerkschaftlicher Sicht undenkbar ist, den Urlaubsanspruch anzupassen, immerhin sind die Beschäftigten nicht schuld daran, dass sie in Kurzarbeit sind“, so vida-Gewerkschafter Tusch, der den Vorschlag dementsprechend klar ablehnt. Frau Nocker-Schwarzenbacher habe offenbar vergessen, dass es schon jetzt schwer ist, Kolleginnen und Kollegen für die Branche zu gewinnen. Mit solchen Äußerungen würde man die Menschen endgültig vergraulen.

Das ändere allerdings nichts daran, dass der Gewerkschaft vida diese Thematik und die finanziell angespannte Situation der Betriebe schon lange bewusst sind. „Genau deswegen haben wir bei den Verhandlungen zur Kurzarbeit III darauf hingewiesen, allerdings wurde dies von der Arbeitgeberseite als nicht notwendig erachtet“, sagt Tusch.

Da die Zeit drängt und vielen Unternehmen das Wasser bis zum Hals steht, brauche es jedenfalls umgehend Lösungen, um durch die Krise zu kommen. „Es wird daher Anfang Februar einen gewerkschaftlichen Vorschlag zu dieser Angelegenheit geben. Man muss nicht alles mit der Kurzarbeit regeln“, schließt Gewerkschafter Tusch. 

 
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